Buenos Aires (dpa) - Angesichts der unsicheren Zukunft des Freihandels in Nordamerika seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump orientiert sich Mexiko nach Südamerika.

Das Land wolle Freihandelsabkommen mit Argentinien und Brasilien schließen, sagte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der argentinischen Zeitung "Clarín".

Trump will den Nordamerikanischen Freihandelsvertrag (Nafta) mit Kanada und Mexiko neu verhandeln oder sogar aufkündigen. Seiner Meinung nach führt der Vertrag zum Verlust von Arbeitsplätzen in den USA. Für Mexiko sind die Vereinigten Staaten mit Abstand der wichtigste Handelspartner.

Videgaray traf sich in Buenos Aires mit den Außen- und Handelsministern der Wirtschaftsbündnisse Mercosur und Pazifikallianz. Wegen der zunehmend protektionistischen Töne aus Washington wollen die Blöcke den Handel untereinander stärken.