München (SID) - Mit tiefer Trauer hat der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) auf den Tod des früheren Bundestrainers Gerhard Kießling reagiert. "Mit Gerhard Kießling verliert der Deutsche Eishockeysport einen herausragenden Trainer und Botschafter. Der Deutsche Eishockey-Bund verdankt Gerhard Kießling unendlich viel", sagte DEB-Präsident Franz Reindl: "Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und besonders bei seinem Sohn Udo."

Der ehemalige DDR-Auswahlspieler und -Staatstrainer war bereits am vergangenen Freitag im Alter von 94 Jahren verstorben. Dies teilten die Kölner Haie aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Dienstagabend mit. Kießling hatte den Klub 1977 zum ersten Meistertitel geführt.

"Wir sind tieftraurig und möchten der Familie um seinen Sohn Udo Kießling im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Geschäftsführung, Spieler, Trainer, Betreuer und der gesamten KEC-Familie unser Beileid aussprechen", sagte Haie-Geschäftsführer Peter Schönberger.

Kießling war 1957 aus der DDR geflohen und übernahm von 1971 bis 1974 das Amt des Bundestrainers. Mit den Haien holte er 1979 zum zweiten Mal den Titel, 1980 und 1981 stand Kießling mit der Düsseldorfer EG im Finale.

Der gelernte Bäckermeister galt als Eishockey-Pionier. Durch die Schule des gebürtigen Sachsen ging von Alois Schloder über Lorenz Funk bis Erich Kühnhackl alles, was früher Rang und Namen im deutschen Pucksport hatte. Kießlings Sohn Udo (58) ist mit 320 Einsätzen deutscher Rekordnationalspieler.