Wien (SID) - Ultras des österreichischen Fußball-Rekordmeisters Rapid Wien haben im Abstiegskampf ihres Klubs offenbar zu drastischen Maßnahmen gegriffen. Nach der 0:3-Niederlage zuletzt beim Schlusslicht SV Ried am vergangenen Samstag winkten die Anhänger den Bus ihrer Mannschaft von der Autobahn und stellten das Team an einer Raststätte zur Rede. Den Vorgang machten die Fans nun selbst in einem offenen Brief bekannt.

"Wir haben den Mannschaftsbus in Ried in Ruhe gelassen", hieß es in dem Schreiben, "denn jegliche Versuche, irgendwas zu starten, wären mit großer Wahrscheinlichkeit in einer Straßenschlacht mit der mehr als motivierten oberösterreichischen Polizei ausgeartet. Wir haben uns für die unauffälligere Variante entschieden und den Bus auf dem Weg nach Wien von der Autobahn geholt, um der Mannschaft auf einem LKW-Rastplatz die Leviten zu lesen. Was dort wie gesagt wurde, werden wir hier nicht weiter ausführen, wir sind aber davon überzeugt, dass die Mannschaft wirklich verstanden hat, um was es hier im Augenblick geht."

Rapid hat derzeit als Tabellensiebter noch fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz zehn. Am Samstag treffen die Grün-Weißen im eigenen Stadion auf den Tabellenzweiten SCR Altach.