Wolfsburg (SID) - Der VfL Wolfsburg hat in einem echten Kellerduell die Siegesserie des FC Ingolstadt durchbrochen und im Kampf um den Klassenerhalt ein eminent wichtiges Signal gesendet. Das Team von Trainer Andries Jonker schlug die Schanzer am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 3:0 (1:0) und hat nun ein Polster von fünf Punkten auf den FCI auf dem ersten direkten Abstiegsplatz. 

Zugleich war es für die Wölfe der erste Erfolg nach zuletzt drei Partien ohne Sieg. Ingolstadt um Trainer Maik Walpurgis kassierte nach einer perfekten englischen Woche mit drei Siegen dagegen einen Dämpfer und muss weiter stark zittern.

Am Ende einer schwachen ersten Halbzeit ging der VfL glücklich in Führung. Ingolstadts Markus Suttner lenkte eine Flanke von Yannick Gerhardt zum 1:0 der Gastgeber ins eigene Tor (45.+1). FCI-Keeper Örjan Nyland war machtlos. Nach dem Wechsel erhöhte der eingewechselte Yunus Malli mit seinem ersten VfL-Treffer nach starker Vorlage von Maximilian Arnold vor 26.374 Zuschauern (68.), bevor auch noch Nationalstürmer Mario Gomez (80.) traf. Für den 31-Jährigen war es das achte Tor in den vergangenen sieben Spielen. 

2:1, 3:2, 3:2 - die jüngsten Ergebnisse des FCI und die höchstbrisante Tabellensituation sorgten für erheblichen Druck bei den Wolfsburgen, die ihre Nervosität zu Spielbeginn nicht verbergen konnten. Die Grün-Weißen übernahmen die Initiative, doch die Anspiele Richtung Gomez waren meist unpräzise. Dies lag auch daran, dass die Gäste die Räume gut besetzten und sich gleich in den Zweikämpfen präsent zeigten. Ein Fernschuss von Vieirinha aus 18 Metern war der erste nennenswerte Abschluss der Gastgeber (11.).

Der FCI hatte in dieser Phase keine Probleme, Wolfsburg vom eigenen Strafraum fern zu halten. Die Wölfe waren durchaus bemüht, agierten aber fehlerhaft und uninspiriert. Das unruhige Publikum schien das Jonkers-Team zusätzlich zu verunsichern. Die Schanzer wurden dagegen mutiger und kamen per Kopfball von Dario Lezcano zur ersten guten Gelegenheit (31.). Die Pausenführung des VfL war schmeichelhaft.

Mit Wiederanpfiff wechselten die Hausherren. Malli sollte anstelle von Daniel Didavi für Offensivschwung sorgen. Und der Türke war sofort mittendrin und hatte nach der bis dato besten Kombination über Gomez und Vieirinha das 2:0 auf dem Fuß, verzog aber noch knapp (47.). Die Wölfe wirkten nun zielstrebiger, doch auch Ingolstadt kam zu Chancen. Nach einem Stellungsfehler von Gerhardt scheiterte Pascal Groß am gut postierten Koen Casteels im Wolfsburger Tor (58.).

Besser machte es Malli - nach dem 2:0 war der VfL klar auf der Siegerstraße, Ingolstadts Offensive war lange Zeit einfach zu harmlos.

Wolfsburg hatte in Casteels und Maximilian Arnold gute Akteure, beim FCI bemühten sich Nyland und Groß.