Hannover (SID) - Vor dem Anpfiff des Derbys zwischen den Fußball-Zweitligisten Hannover 96 und Eintracht Braunschweig ist es zu Auseinandersetzungen gekommen. Das teilte die Polizei Hannover am Samstag mit. Demnach hatten sich Gäste-Fans im Bereich Süd/Südwest unkontrolliert Zugang zur HDI-Arena verschafft, daraufhin wurden 183 Braunschweig-Anhänger in Gewahrsam genommen und abtransportiert. Die Polizei habe die Lage schnell unter Kontrolle gebracht.

Nach offiziellen Angaben wurden insgesamt acht Polizisten im Einsatz verletzt. Hannovers Polizeivizepräsident Jörg Müller zog dennoch ein positives Fazit. "Unser Sicherheitskonzept ist aufgegangen", sagte er. Zudem hätten umfangreiche Sicherstellungen im Vorfeld "das Gewaltpotenzial der rivalisierenden Klubs sehr deutlich vor Augen geführt und größere Auseinandersetzungen verhindert", so Müller weiter. 

Die Gewerkschaft der Polizei Niedersachsen erneuerte angesichts der Intensität des Einsatzes ihre Kritik an der Deutschen Fußball Liga (DFL) wegen der Ansetzung des Niedersachsen- und Nordderbys in Bremen an aneinanderfolgenden Tagen. "Sollte das zukünftig so weitergehen, wird es bei vielen Bürgerinnen und Bürgern zu noch weniger Akzeptanz für den Fußball kommen. Kommerz darf nicht vor der Inneren Sicherheit stehen", hieß es in einer GdP-Mitteillung.

Um die rivalisierenden Fan-Gruppen beim Niedersachsenderby zu trennen und eine Pufferzone einzurichten, war die Kapazität des Stadions um 6300 Plätze reduziert worden. Unter dem Eindruck des Sprengstoff-Anschlags von Dortmund waren im ausverkauften Stadion zudem keine Rucksäcke und größeren Taschen erlaubt, zugelassen war Handgepäck bis zu einer Größe von maximal DIN A4. Die Polizei-Präsenz wurde erhöht.