Leipzig (SID) - RB Leipzig hat mühelos einen weiteren Schritt zur direkten Qualifikation für die Champions League gemacht. Der Rekord-Aufsteiger gewann sein Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg völlig souverän mit 4:0 (2:0) und darf dank des vierten Erfolgs in Serie als Tabellenzweiter von der Teilnahme an der Königsklasse träumen. Für die Sachsen (61 Punkte) war es bereits der 19. Saisonsieg.

Yussuf Poulsen (36.) und Timo Werner (42.) sorgten für das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl bereits vor der Pause für die Entscheidung. Naby Keita (51.) und Diego Demme (90.) erhöhten nach dem Seitenwechsel. Derweil erhielten die Europapokal-Hoffnungen der Freiburger von Coach Christian Streich einen kleinen Dämpfer. Nach zuvor zwei Siegen kassierten die zu passiven Breisgauer wieder eine Niederlage.

Vor 41.446 Zuschauern in der Leipziger WM-Arena begannen die Hausherren enorm druckvoll und hatten durch einen Distanzschuss des Schweden Emil Forsberg die erste Chance (6.). RB versuchte mit dem gewohnt temporeichen Spiel zu Möglichkeiten zu kommen und drängte den Mitaufsteiger aggressiv in die eigene Hälfte zurück. Vor dem Tor mangelte es jedoch zunächst noch an Präzision.

Auch Leipzigs Keeper Peter Gulacsi agierte nach einer knappen halben Stunde zu zögerlich, als er den Ball nicht richtig klärte. Florian Niederlechner konnte die einzige Gelegenheit der Freiburger vor der Pause nach Abstimmungsproblemen in der RB-Viererkette jedoch nicht nutzen.

Nach der Gelb-Rot-Sperre für Abwehrchef Willi Orban hatte Hasenhüttl defensiv eine Veränderung vornehmen müssen und setzte in der Innenverteidigung auf Youngster Dayot Upamecano, außerdem standen Marcel Halstenberg und Poulsen wieder in der Startformation. Streich musste beim SC auf die Verletzung von Spielmacher Vincenzo Grifo (Innenbandanriss) reagieren und bot Karim Guédé auf.

Poulsen hatte mit seinem späten Treffer vor einer Woche bereits für das 1:0 gegen Bayer Leverkusen gesorgt - und war auch am Samstag parat. Nach einer perfekten Flanke von Forsberg traf er aus kurzer Distanz per Kopf und erzielte sein drittes Saisontor. Kurz darauf legte Poulsen den Ball perfekt für Sturmkollege Werner auf, der auf 2:0 erhöhte.

Nach der Halbzeit änderte sich an der Überlegenheit von RB nichts und Keita traf bereits mit der ersten Chance zum 3:0. Anschließend zogen sich die Leipziger etwas mehr zurück, kontrollierten die Begegnung aber weiter ohne größere Probleme.

Bei den Gastgebern verdiente sich das blendend aufgelegte Offensivtrio Forsberg, Poulsen und Werner Bestnoten, im Trikot der Freiburger erreichte kein Spieler Normalform.