Berlin (dpa) - Jeder elfte Erwerbstätige in Deutschland zahlt nach einem Bericht des "Handelsblatts" den Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Das seien 4,2 Millionen Arbeitnehmer, wie aus einer bislang unveröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hervorgehe.

Die 10 Prozent mit den höchsten Einkommen in Deutschland seien fast für die Hälfte (48,2 Prozent) des gesamten Aufkommens an Einkommensteuer verantwortlich, die 30 Prozent Top-Verdiener für 79 Prozent. 2,7 Millionen Erwerbstätige zahlten der Studie zufolge aufgrund ihres geringen Verdienstes überhaupt keine Steuern, schreibt die Zeitung.

Die Studie zeige auch, wie stark Gering- und Durchschnittsverdiener durch Steuern und Abgaben belastet werden. So zahle zum Beispiel ein Single mit einem Bruttogehalt von 1940 Euro im Monat 46 Prozent Steuern und Abgaben. Ein alleinstehender Durchschnittsverdiener mit 3250 Euro monatlich müsse 51 Prozent abführen, also mehr als jeden zweiten Euro.