Monte Carlo (SID) - Teilzeit-Tennisprofi Tommy Haas hat auf seiner Abschiedstour den zweiten Sieg des Jahres gefeiert. Der 39-Jährige, der höchstwahrscheinlich am Saisonende seine Karriere beenden wird, gewann beim Sandplatz-Masters in Monte Carlo gegen den Franzosen Benoit Paire völlig verdient mit 6:2, 6:3. Haas folgte damit den Davis-Cup-Spielern Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff in die zweite Runde.

Dort trifft der frühere Weltranglistenzweite, der zuletzt im Nebenjob als Turnierdirektor in Indian Wells agierte, auf den an Position neun gesetzten Tschechen Tomas Berdych. Haas hatte in der vergangenen Woche in Houston/Texas sein erstes Match nach 21 Monaten Pause gewonnen. Paire erleichterte ihm seinen zweiten Sieg mit einer lustlosen Vorstellung, zu Beginn des zweiten Satzes ließ sich der Weltranglisten-40. zudem am linken Fuß behandeln.

Für Haas war es der erste Sieg in Monaco seit 13 Jahren. "Ich bin glücklich, in der nächsten Runde zu stehen. Er hat heute nicht zu seinem Spiel gefunden - zu meinem Glück", sagte Haas: "Es ist hart, nach Operationen zurückzukommen, es braucht Zeit und Kraft, um den Rhythmus wiederzufinden. Es bedeutet viel Arbeit, aber an Tagen wie diesen ist es das alles wert."

Zuvor hatte sich Struff (Warstein) gegen Casper Ruud aus Norwegen mit 6:4, 6:4 durchgesetzt und spielt nun gegen Grigor Dimitrow (Bulgarien/Nr. 8) um den Einzug ins Achtelfinale. Zverev (Hamburg/Nr. 14) hatte bereits am Montag sein Auftaktmatch mühelos für sich entschieden, der Weltranglisten-20. bekommt es im Fürstentum mit Feliciano Lopez (Spanien) zu tun. Ausgeschieden ist nach Florian Mayer (Bayreuth) auch Mischa Zverev (Hamburg). Der Linkshänder unterlag Jiri Vesely (Tschechien) 6:7 (3:7), 3:6.

Seinen Start abgesagt hat derweil Philipp Kohlschreiber. Der 33-Jährige aus Augsburg trat zwei Tage nach seiner Finalniederlage in Marrakesch/Marokko, bei der er gegen den Kroaten Borna Coric fünf Matchbälle vergeben hatte, nicht zu seinem Erstrundenmatch an.

Kohlschreibers Trainer Stephan Fehske bestätigte dem SID, dass es sich um eine "kleine Zerrung im Adduktorenbereich" handele. "Angesichts des Programms der kommenden Wochen wollten wir kein Risiko eingehen", sagte Fehske, der noch am Montag mit Kohlschreiber auf der Anlage in Monte Carlo trainiert hatte.