Hamburg (SID) - Bundestrainer Joachim Löw hat Werder Bremens Torjäger Max Kruse erneut Hoffnung auf ein baldiges Comeback in der Fußball-Nationalmannschaft gemacht. "Ich habe nie gesagt, dass seine Karriere in der Nationalmannschaft zu Ende ist", sagte Löw am Donnerstag in Hamburg. Kruse habe "sicherlich mal einen Denkzettel erhalten. Aber wenn man ihn jetzt sieht, freue ich mich über seine Leistung."

Kruse ist, das hatte Löw bereits zu Wochenbeginn gesagt, eine Option für den Confed Cup in Russland (17. Juni bis 2. Juli). Eine Entscheidung fällt in den kommenden Wochen. "Die Kadernominierung wird vor dem letzten Bundesliga-Spieltag sein", sagte Löw. "Definitive Entscheidungen" seien noch nicht gefallen, sagte Löw und verwies auf anstehende Gespräche mit Vereinen und Spielern.

Werder-Stürmer Kruse bescheinigte Kruse "im Moment eine sehr gute Form, nicht nur wegen seiner vier Tore gegen Ingolstadt", und eine "hohe Spielintelligenz". Kruse sei "beweglich, agil und dynamisch. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall", sagte Löw.

Der 29-jährige Kruse hatte am Samstag beim 4:2 von Werder beim FC Ingolstadt alle vier Tore erzielt und ist schon seit Wochen in starker Form. In den letzten sieben Werder-Spielen steuerte der Stürmer neun Treffer und vier Vorlagen bei.

Kruse hatte in der Vergangenheit privat für einige Negativschlagzeilen gesorgt. 2013 war er vom Bundestrainer nach einem Länderspiel in England aussortiert und ein Jahr später auch nicht für die WM 2014 in Brasilien nominiert worden. Im März 2016 strich ihn Löw wegen "wiederholtem unprofessionellem Verhalten" aus dem Kader für die Länderspiele gegen England und Italien.

Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet am 6. Juni ein Länderspiel in Kopenhagen gegen Dänemark. Am 10. Juni geht es in der WM-Qualifikation in Nürnberg gegen San Marino, ehe vom 17. Juni bis 2. Juli der Confed Cup in Russland ansteht.