Stuttgart (SID) - Die letztjährige Finalistin Laura Siegemund ist nach einer erneut imponierenden Vorstellung ins Viertelfinale des WTA-Turniers in Stuttgart eingezogen und kann weiter von einem Durchmarsch wie 2016 träumen. Die Wildcard-Inhaberin aus Metzingen bezwang die an Position acht gesetzte Swetlana Kusnezowa (Russland) mit 6:4, 6:3.

"Für eine gute Leistung ist ein Wohlfühlen ganz wichtig. Und hier fühle ich mich besser als bei jedem anderen Turnier", sagte Lokalmatadorin Siegemund, die noch nicht zu weit nach vorne blicken wollte: "Es ist noch ein sehr langer Weg, hier wird einem nichts geschenkt. Man muss auf jede Runde einzeln schauen."

Nach 2:04 Stunden profitierte Siegemund bei ihrem dritten Matchball von einem Kusnezowa-Doppelfehler und feierte den insgesamt sechsten Erfolg gegen eine Top-Ten-Spielerin in ihrer Karriere. In der Runde der letzten Acht trifft die Weltranglisten-49. am Freitag entweder auf US-Open-Finalistin Karolina Pliskova (Tschechien/Nr. 2) oder Coco Vandeweghe aus den USA.

2016 hatte Siegemund als erste Qualifikantin überhaupt das Endspiel des Sandplatzevents in Stuttgart erreicht. Dort hatte sie gegen Angelique Kerber verloren. Die topgesetzte Kielerin griff erst am Donnerstagabend im Match gegen Kristina Mladenovic (Frankreich) ins Turniergeschehen ein.

Die 29-jährige Siegemund agierte gegen Kusnezowa (31), Stuttgart-Siegerin von 2009, gewohnt aggressiv und variabel. Nach einer 4:1-Führung im ersten Satz musste sie die Russin noch einmal auf 4:3 herankommen lassen. Danach holte sich Siegemund, die in den ersten sieben Turnieren der Saison sechs Auftaktpleiten kassiert hatte, nach 72 Minuten den ersten Satz mit einem Ass. 

Auch in der Folge führte Siegemund die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Kusnezowa phasenweise vor und ging schnell mit 4:0 in Führung. Die Russin konnte noch auf 3:5 verkürzen, doch Fed-Cup-Spielerin Siegemund behielt die Nerven.