Wiesbaden (dpa) - Der deutsche Einzelhandel hat im März kräftig zugelegt. Preisbereinigt setzten die Geschäfte 2,3 Prozent mehr um als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt berichtete.

Dazu hat aber vor allem beigetragen, dass es in diesem März zwei Verkaufstage mehr gab als vor einem Jahr, als das Osterfest früher lag. Dieser Effekt wurde nicht herausgerechnet.

Zu aktuellen Preisen hatten die Händler im März sogar 4,2 Prozent mehr Einnahmen in ihren Kassen. Für das erste Quartal betrug das reale Wachstum 0,8 Prozent. Inklusive der Preiserhöhungen flossen nominal 2,9 Prozent höhere Erlöse.

Statistisch gesehen geht es dem deutschen Einzelhandel zudem besser als bislang berichtet. Ab diesem Monat werden laut Bundesamt erstmals die Ergebnisse eines sehr großen Online-Händlers einbezogen, bei dem es sich nach dpa-Informationen um Amazon handelt. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, wurden die Umsätze rückwirkend bis Mai 2015 neu berechnet, was wegen des zusätzlichen Amazon-Volumens zu erheblichen Revisionen bereits veröffentlichter Zahlen führte.

So ist nach der Neuberechnung der Einzelhandelsumsatz im vergangenen Jahr real um 2,6 Prozent und nominal 2,9 Prozent gewachsen. Ohne Amazon hatte das Bundesamt Steigerungsraten von 1,8 und 2,3 Prozent berichtet. Das Unternehmen wächst also deutlich schneller als der Markt.

Mitteilung Destatis