Bochum (SID) - Dem VfL Bochum ist der Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga nach einer nicht mehr für möglich gehaltenen Wende im Spiel gegen Dynamo Dresden kaum noch zu nehmen. Die Mannschaft von Trainer Gertjan Verbeek gewann nach einer desaströsen ersten Halbzeit und einer deutlichen Steigerung im zweiten Abschnitt mit 4:2 (0:2) und hat nach dem Auftakt des 31. Spieltags sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16.

Der Ex-Dresdner Anthony Lossila (70.) und Görkem Saglam (88.) vollendeten vor 17.264 Zuschauern eine furiose Aufholjagd, zuvor hatten Thomas Eisfeld (50.) und Marco Stiepermann (51.) innerhalb von einer Minute das Match egalisiert. Verbeek hatte in der Halbzeitpause anscheinend die richtigen Worte gefunden, um sein lethargisches Team wachzurütteln. Nach den Dynamo-Treffern von Marvin Stefaniak (8.) und Akaki Gogia (26.) hatte den VfL ein lautes Pfeifkonzert in die Kabine begleitet.

Dresden zeigte im Ruhrstadion nur in der ersten Halbzeit eine Reaktion auf die dürftigen Vorstellungen der vergangenen drei Partien. Nach der Pause fehlte den Gästen, die bis vor wenigen Wochen noch vom Durchmarsch in die Bundesliga geträumt hatten, wie zuletzt die Spannung. Dresden droht einer guten Saison im Schlussspurt einen faden Beigeschmack zu verleihen.