Berlin (SID) - Das ZDF setzt nach dem Verlust der Olympia-Liverechte für die Winterspiele im kommenden Jahr in Pyeongchang verstärkt auf die Paralympics-Berichterstattung. "Wir werden alles daran setzen, die Paralympics größer und erfolgreicher ins Programm zu nehmen als zuvor", sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann am Freitag in Berlin. Für die Paralympics besitzen ARD und ZDF die Live-Rechte.

Auf spezielle Olympia-Sendungen von den zuvor stattfinden Olympischen Spielen werde das ZDF dagegen verzichten. Die Olympia-Berichterstattung werde, so Fuhrmann, in den üblichen Sportsendungen und in den Nachrichtenformaten stattfinden. 

Derzeit befinde man sich mit Rechteinhaber Discovery in Gesprächen über die Nachverwertungsrechte. "Wir gehen davon aus, dass wir uns zu vernünftigen und marktgerechten Preisen mit dem Rechteinhaber einigen werden", sagte Fuhrmann.

2015 hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) für 1,3 Milliarden Euro die Übertragungsrechte für die Olympischen Spiele von 2018 bis 2024 an Discovery, den Mutterkonzern des Spartensenders Eurosport vergeben. Auch die Verhandlungen von ARD und ZDF mit Discovery über die Erteilung von Sublizenzen waren im vergangenen Jahr gescheitert.