Rom (dpa) – Es bleibt dabei: Die BR Volleys konnten auch im siebten Versuch das russische Überteam von Zenit Kasan nicht überraschen und spielen beim Final Four der Champions League um Platz drei.

Gegner ist am Sonntag (16.00 Uhr) in Rom Cucine Lube Civitanova. Wie schon beim Heimturnier vor zwei Jahren war bei der aktuellen Auflage im Halbfinale Kasan eine Nummer zu groß für den deutschen Volleyball-Meister. Die Berliner wehrten sich in Rom gegen den starken russischen Titelverteidiger lange Zeit aufopferungsvoll, konnten das 0:3 (21:25, 22:25, 13:25) aber nicht verhindern.

"Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, denn wir haben phasenweise sehr gut mitgespielt", sagte Kapitän Robert Kromm. Das Ziel Medaillengewinn bleibt aber für die BR Volleys. 2015 hatten die Berlin Recycling Volleys schon Platz drei erreicht. "Wir müssen das Match gegen Kasan schnell vergessen und noch einmal den Spirit zeigen wie vor zwei Jahren beim Heim-Final-Four", sagte Mittelblocker Felix Fischer.

In sechs Versuchen zuvor waren die Berliner immer am viermaligen Königsklassen-Sieger Kasan gescheitert. Beim siebten Mal hielten die BR Volleys dank mutiger Schläge von Paul Carroll (am Ende 9 Punkte) und Kromm (12) sowie guter Abwehraktionen von Libero Luke Perry den ersten Satz lange offen. Im zweiten Durchgang führte der Außenseiter sogar mit 16:14, 19:17 und auch noch 20:19. Doch der überragende Kubaner Wilfredo Leon (21 Punke) beendete mit zwei Assen die Hoffnungen der Berliner.

"Wir waren im zweiten Satz dicht dran, aber dann packt eben ein Weltklasse-Spieler wir Leon im richtigen Moment zwei Asse aus", bemerkte Kromm. Leon, der Russe Maxim Michailow und der US-Amerikaner Matthew Anderson dominierten vor 9000 Zuschauern die Partie. Für Volleys-Trainer Roberto Serniotti gehören sie "zu den Top Fünf auf der Welt" auf ihrer Position. In dieser Saison hat der vom Megakonzern Gazprom unterstützte Verein aus Kasan nun alle seine bisherigen 41 Spiele gewonnen.

Rund 150 Berliner Anhänger in der Palalottomatica-Arena erlebten im dritten Satz nochmals die ganze Stärke von Zenit. Schnell führten die Russen mit 6:2 sowie 12:5 und machten ohne weitere Probleme ihre dritte Finalteilnahme in der Champions League nacheinander perfekt. "Wir haben zwei Sätze sehr gut mitgehalten, im dritten war dann früh die Luft raus. Wir hätten uns alle gern noch etwas länger an diesem Gegner gemessen, aber man muss die Klasse von Zenit einfach anerkennen", sagte Routinier Fischer. "Wir versuchen das jetzt natürlich schnellstmöglich abzuhaken. Wir haben jetzt etwas mehr Regenerationszeit als unser Gegner um Platz drei", ergänzte Kromm.

Spielplan Volleys Champions League

Kader BR Volleys

Kader Zenit Kasan