Thale/Wernigerode (dpa) - Zehntausende Menschen haben im Harz ausgelassen die Walpurgisnacht gefeiert. Bei den Festen - unter anderem auf dem Hexentanzplatz in Thale sowie in Wernigerode - gab es keine besonderen Vorkommnisse, wie ein Sprecher des Polizeireviers Harz am Montag mitteilte.

Etwa 22 000 Menschen wurden bei den Feierlichkeiten im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt gezählt. "Bei so vielen Besuchern sind drei Strafanzeigen, drei kleine Verkehrsunfälle und ein Platzverweis verschwindend gering", sagte der Polizeisprecher.

Auch die Polizei in Bad Harzburg in Niedersachsen zog ein weitgehend positives Fazit. Jedoch erlitt dort ein 20-Jähriger bei einer Walpurgisfeier bei einem Feuerwerk Verbrennungen im Gesicht. In Bad Harzburg feierten etwa 800 Menschen.

In der sagenumwobenen Walpurgisnacht treiben Hexen und Teufel im Harz den Winter aus und heißen den Frühling willkommen. Bunt kostümiert bevölkerten die Menschen schon am Sonntagvormittag bei strahlendem Sonnenschein den Hexentanzplatz in Thale, den Mittelpunkt der Walpurgis-Feierlichkeiten. Nach altem Volksglauben fliegen in der Nacht zum 1. Mai Hexen auf ihren Besen vom Hexentanzplatz auf den nahe gelegenen Brocken (Blocksberg), um ausschweifend mit dem Teufel zu feiern.

Auch andernorts begrüßen die Menschen den Frühling mit Festen wie dem Tanz in den Mai sowie mit Umzügen und mystischen Feuern. Die Flammen sollen dabei eine reinigende Wirkung haben und Krankheiten fernhalten. Benannt ist die Walpurgisnacht nach der an einem 1. Mai heiliggesprochenen Heidenheimer Äbtissin Walburga (um 710-779).

Harzer Tourismusverband über Walpurgisnacht