Kiew (dpa) - Der Konflikt in der Ukraine brachte den tiefsten Bruch zwischen Russland und seinen europäischen Nachbarn seit dem Ende der Sowjetunion. In Teilen der Ostukraine bekämpfen sich seit mehr als drei Jahren Regierungseinheiten und von Moskau unterstützte Separatisten.

Als Auslöser gelten der Sturz der Regierung in Kiew nach monatelangen prowestlichen Protesten und die Annexion der Halbinsel Krim durch Russland im Jahr 2014.

Durch den Konflikt hat Kiew die Kontrolle über knapp 400 Kilometer Grenze zu Russland verloren. Die Kiewer Regierung geht bis heute mit der Armee gegen die Separatisten vor. Moskau weist Vorwürfe entschieden zurück, die Aufständischen mit Kriegsgerät oder Soldaten zu versorgen.

In der weißrussischen Hauptstadt Minsk entstand zudem ein grob skizzierter Friedensplan. Bis heute sind jedoch weder die mehrfach erklärte Waffenruhe noch der Abzug von schwerem Kriegsgerät umgesetzt. In dem Krieg im Osten der früheren Sowjetrepublik sind nach UN-Schätzungen etwa 10.000 Menschen getötet worden.