Hamburg (dpa) - Nach dem Rauswurf des schwedischen Nationalspielers Nabil Bahoui hat dessen Berater HSV-Trainer Markus Gisdol scharf attackiert. Mit verunglimpfenden Worten kritisierte Nochi Hamasor dessen Vorgehen in der schwedischen Boulevardzeitung "Expressen".

Bahoui sowie dessen Teamkollegen Johan Djourou und Ashton Götz waren von den Verantwortlichen des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten am Vortag aus dem Kader verbannt worden, "um unsere Kräfte noch einmal zu bündeln und alles unserer Mission (Klassenverbleib) unterzuordnen", begründete Sportchef Jens Todt.

Beim HSV wollte man sich zu den harschen Berater-Worten nicht näher äußern. "Wir nehmen das Interview zur Kenntnis und konzentrieren uns jetzt auf das Sportliche", sagte ein Clubsprecher auf dpa-Anfrage.

Djourou erklärte, er müsse den Beschluss akzeptieren. "Ich werde bis zur letzten Sekunde meines Vertrags alles für diesen Verein geben", wurde er in verschiedenen Hamburger Medien zitiert. Er erklärte sich sogar bereit, für die U21 des HSV in der Regionalliga zu spielen: "Ich stehe dem Verein für den Fall der Fälle komplett zur Verfügung."

Gisdol wird mit den verbliebenen Akteuren vor dem Heimspiel gegen Mainz 05 (Sonntag) von Donnerstag bis Samstag ein Trainingslager in Rotenburg/Wümme absolvieren. Die als Störfaktoren ausgemachten Profis erhielten das Angebot, bis Saisonende mit der U21 oder einem Privattrainer zu arbeiten. Die Verträge des früheren HSV-Kapitäns Djourou und von Götz enden im Sommer, Bahouis Kontrakt läuft noch bis 2018. Der Edelreservist hat aber wohl keine Zukunft beim HSV.

Expressen-Interview mit dem Bahoui-Berater