Bad Homburg (dpa) - Nach einem unerwartet starken Jahresstart hat sich der Medizintechnikkonzern Fresenius SE höhere Ziele gesetzt.

Im Gesamtjahr will das Dax-Unternehmen nun sein Ergebnis um 19 bis 21 Prozent steigern, wie es am Mittwoch in Bad Homburg bei Frankfurt mitteilte. Zuvor waren 17 bis 20 Prozent angepeilt worden.

Darin sind die jüngsten Erwerbungen der Flüssigmedizinsparte Kabi noch nicht eingerechnet. Sie übernimmt den US-Generika-Herstellers Akorn und die Biosimilars-Sparte des Darmstädter Merck-Konzerns.

Im ersten Quartal dieses Jahres brummte bei Fresenius das Geschäft quer durch alle Bereiche. Wachstumstreiber war unter anderem die ebenfalls im Dax notierte Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care, die für ihre Nierenbehandlungen bei US-Kriegsveteranen hohe Nachzahlungen erhalten hat. Die wichtigste Konzerntochter steigerte ihre Erlöse um 16 Prozent auf 4,548 Milliarden Euro. Das auf die eigenen Anteilseigner entfallende Konzernergebnis stieg wegen der Nachzahlungen sogar um 45 Prozent auf 308 Millionen Euro.

Im ersten Quartal kletterten die Erlöse beim Fresenius-Mutterkonzern um 19 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Rund sieben Prozent davon führt Fresenius auf organisches Wachstum zurück. Der Gewinn stieg um mehr als ein Viertel auf 457 Millionen Euro.