Berlin (SID) - Die Umsetzung der Spitzensportreform des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) rückt näher. Am 8. Mai (15.00 Uhr) wird Bundesinnenminister Thomas de Maizière gemeinsam mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann und dem Vorsitzenden der Sportministerkonferenz (SMK), Saarlands Innenminister Klaus Bouillon, die Mitglieder der sogenannten PotAS-Kommission vorstellen.

Die Kommission nimmt in der Spitzensportreform von DOSB und Innenministerium (BMI) eine Schlüsselposition ein. Sie soll die Förderwürdigkeit von Verbänden und Disziplinen mittels einer Potenzialanalyse (PotAS) berechnen. Danach werden die Verbände in Förderklassen eingeordnet. Nur Sportarten mit Medaillenperspektiven erhalten die Optimalförderung.

Als Vorsitzender der Kommission ist der Sportpsychologe Professor Bernd Strauss von der Universität Münster vorgesehen, dort wird auch die Geschäftsstelle angesiedelt sein. Wer die weiteren Mitglieder werden, ist noch nicht bekannt. Das Bewerbungsverfahren hat der DOSB gemeinsam mit dem Innenministerium, dem größten Geldgeber des Spitzensports, organisiert. Der Betrieb der fünfköpfigen Kommission und einer Geschäftsstelle kostet pro Jahr rund 700.000 Euro.