Washington (dpa) - Die Arbeitslosigkeit in den USA ist auf einem Zehn-Jahres-Tief angekommen. Die Arbeitslosenquote betrug im April 4,4 Prozent - so niedrig war sie zuletzt im Frühjahr 2007, kurz vor Beginn der Finanzkrise.

Im März hatte die Arbeitslosenquote bei 4,5 Prozent gelegen, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Damals waren nur 79 000 Stellen hinzugekommen, eine kurze Durststrecke inmitten des US-Jobwunders.

Vor einem Jahr lag sie noch 5,0 Prozent. Im April kamen den Angaben zufolge 211 000 Jobs neu hinzu, im Jahresvergleich sogar 854 000. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass die "wahre" Arbeitslosenquote, die auch diejenigen einschließt, die gar nicht mehr nach Jobs suchen und die gegen ihren Willen Teilzeit arbeiten, bei 8,6 Prozent liegen würde.

Auch die Löhne seien leicht gestiegen. Der durchschnittliche Stundenlohn lag im April um 0,3 Prozent höher als im März und um 2,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Damit wurden die Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Damit wird auch eine Anhebung der Zinsen der US-Notenbank Federal Reserve, für die die Arbeitslosigkeit neben der Inflation wichtigster Indikator ist, bereits im Juni wahrscheinlicher. Die Fed will im laufenden Jahr noch zwei Schritte hin zu einer Normalisierung der Geldpolitik gehen. Die Zinsen sind seit der Finanzkrise extrem niedrig, auch wenn seit Dezember 2015 drei moderate Erhöhungsschritte stattgefunden haben.

Mitteilung des Arbeitsministeriums