Köln (SID) - Präsident René Fasel vom Eishockey-Weltverband IIHF kämpft nach dem Olympia-Bann der nordamerikanischen Profiliga NHL weiter für eine Teilnahme der Stars an den Olympischen Winterspielen im kommenden Jahr im südkoreanischen Pyeongchang. "Es gibt noch Gespräche mit der NHL wegen der Olympischen Spiele 2018. Bis Juli haben wir Zeit, eine Lösung zu finden und den Commissioner der NHL zu überzeugen, dass die Profis in Pyeongchang dabei sein können", sagte Fasel dem Kölner Stadtanzeiger.

Die NHL hatte im April nach zähen Verhandlungen erklärt, dass es in der Saison 2017/18 keine Unterbrechung für Olympia geben werde. Vor allem die Klub-Besitzer hatten sich gegen eine Olympia-Teilnahme ihrer Stars ausgesprochen. Von 1998 bis 2014 hatte die beste Eishockey-Liga der Welt ihre Profis zu den Winterspielen geschickt.

Fasel kritisiert im Olympia-Streit besonders die führenden NHL-Gremien: "Es ist schade, dass Commissioner Gary Bettman nicht begreift, dass Asien ein riesiges Potenzial hat. Die Olympischen Spiele in Südkorea kann man nutzen, um unseren Sport dort zu promoten", sagte der Schweizer.

Ursprünglich hatte Fasel geplant, dass IIHF und NHL gemeinsam neue Märkte erschließen. "Zusammen mit der NHL wäre das super gegangen. Sie wollen es aber eigenhändig machen. Sie haben auch eigenhändig beschlossen, in China zwei Exhibition Games zu machen. Ich meine, zusammen geht es besser", sagte Fasel.