Hockenheim (dpa) - Mit viel Ungewissheit startet das Deutsche Tourenwagen Masters am Samstag auf dem Hockenheimring in seine neue Saison.

Zum Einstand des neuen DTM-Chefs Gerhard Berger hat sich die DTM eine umfassende Regelreform verpasst und will so wieder mehr Zuschauer gewinnen. An den neun Renn-Wochenenden mit insgesamt 18 Wertungsläufen tritt nun ein gestrafftes Feld von 18 statt 24 Fahrern an, das von Titelverteidiger Marco Wittmann im BMW angeführt wird.

Veränderte Reifen, das weitgehende Funkverbot während der Rennen, weniger Personal bei den Boxenstopps und stärkere Motoren sollen für mehr Spannung und Abwechslung auf der Strecke sorgen. Wichtiges Ziel der Neuerungen ist zudem das Ende der Teamorder. Die Boxenbefehle sorgten in der Vergangenheit oft für Frust bei den Piloten und Unverständnis bei den Fans. "Ich erwarte, dass sich die Show verbessern wird", sagt Mercedes-Neuzugang Edoardo Mortara, der im Vorjahr im Audi Vizemeister wurde.

Das Kräfteverhältnis zwischen den drei Herstellern scheint zum Start völlig offen. "Es gibt viele Favoriten. Letztes Jahr gab es zehn verschiedene Sieger, dieses Jahr ist das Fahrerfeld noch stärker", sagt Champion Wittmann. Für einen zusätzlichen Reiz könnten daher die Zusatzpunkte sorgen, die künftig schon in der Qualifikation vergeben werden. Für die Pole Position gibt es drei Zähler für die Gesamtwertung, für die Startplätze zwei und drei jeweils zwei beziehungsweise einen Punkt.