Köln (SID) - Christian Ehrhoff droht bei der Eishockey-WM in Köln das Aus. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft laboriert weiter an einer nicht näher definierten Oberkörperverletzung, sein Einsatz ist auch im dritten Vorrundenspiel am Montag (16.15 Uhr/Sport1) gegen Rekordweltmeister Russland fraglich. "Wir müssen ziemlich bald eine Entscheidung treffen", sagte Bundestrainer Marco Sturm am Sonntag, "man kann nicht ewig warten." 

Sturm hat bislang nur sechs Verteidiger nominiert und für Ehrhoff einen Platz freigehalten. Beim 2:7 gegen Schweden habe man "die Müdigkeit in den Beinen und auch in den Köpfen gesehen", gab er zu. Als Ersatz für Ehrhoff steht der Mannheimer Sinan Akdag bereit. Sturm könnte allerdings auch NHL-Abwehrspieler Korbinian Holzer einsetzen, wenn er mit den Anaheim Ducks im Viertelfinale ausscheiden sollte. 

Sturm schloss aber nicht aus, noch bis zum vierten Vorrundenspiel am Mittwoch (20.15 Uhr/Sport1) gegen die Slowakei mit einer Entscheidung über Ehrhoffs WM-Einsatz zu warten. Als Alternative für die Verteidigung nannte er auch Münchens Stürmer Yannic Seidenberg, der in der abgelaufenen Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mehrmals in der Abwehr aushalf. "Er ist eine gute Option", sagte Sturm.