Bietigheim-Bissingen (SID) - Vier Tage nach dem Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft ist der EHF-Cup-Titel für die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim in weite Ferne gerückt. Die Mannschaft von Trainer Martin Albertsen verlor das Final-Hinspiel gegen das Spitzenteam Rostow/Don in eigener Halle mit 25:28 (16:15) und steht damit beim Rückspiel am 13. Mai in Russland vor einer ganz schweren Aufgabe.

Dabei zeigten die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit eine starke Vorstellung und stellten den Favoriten, der im Halbfinale Bundesligist TuS Metzingen ausgeschaltet hatte, vor einige Probleme. Nach dem Wechsel steigerten sich die Gäste aber in der Abwehr, Bietigheim tat sich schwer und erzielte in den zweiten 30 Minuten lediglich neun Tore. Beste SG-Werferin vor 3500 Zuschauern war Susann Müller mit sechs Toren.

"In der ersten Halbzeit haben die Zuschauer Weltklasse-Handball gesehen, da hatte das Spiel Champions-League-Niveau. Von der zweiten Hälfte bin ich enttäuscht, wir können das einfach besser. Dennoch waren wir nicht wirklich schlecht, aber die Luft war raus", sagte Albertsen.

Bietigheim war am vergangen Mittwoch durch einen Erfolg in Leverkusen vorzeitig zum ersten Mal Meister geworden. Es war der 24. Sieg im 24. Bundesligaspiel.