Madrid (SID) - Maria Scharapowa hat ihre beeindruckende Form nach dem Ablauf ihrer 15-monatigen Dopingsperre auch zum Auftakt des WTA-Turniers in Madrid unter Beweis gestellt. Die 30 Jahre alte Wildcard-Inhaberin aus Russland schaltete in der ersten Runde Australian-Open-Halbfinalistin Mirjana Lucic-Baroni (Kroatien) in 2:12 Stunden mit 4:6, 6:4, 6:0 aus.

Beim Event in Stuttgart vor anderthalb Wochen hatte die Scharapowa ihr Comeback nach der Sanktion wegen Meldonium-Missbrauchs gefeiert. In der Schwabenmetropole war die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin nach drei Siegen erst im Halbfinale an Kristina Mladenovic (Frankreich) gescheitert, die dann das Finale gegen Lokalmatadorin Laura Siegemund (Metzingen) verlor.

In der zweiten Runde von Madrid trifft Scharapowa nun in einem brisanten Duell auf Eugenie Bouchard (Kanada). Die ehemalige Wimbledonfinalistin hatte jüngst über den russischen Superstar gesagt: "Scharapowa ist eine Betrügerin. Und ich finde, einer Betrügerin sollte es in keinem Sport erlaubt sein zu spielen."

Scharapowa war in Stuttgart dank einer Wildcard und ohne einen einzigen Weltranglistenpunkt im Hauptfeld gestartet - mittlerweile wird die frühere Nummer eins schon wieder auf Rang 262 notiert. Ob Scharapowa auch für die French Open (ab 28. Mai) eine Wildcard erhält, geben die Veranstalter des bedeutendsten Sandplatzturniers der Welt am 16. Mai via Facebook bekannt.