Köln (SID) - Nick Heidfeld hat eine Karriere hingelegt, von der viele Motorsportler nur träumen können, und doch ist ein ewiger Makel mit seinem Namen verbunden: Bei 183 Starts in der Formel 1 gelang "Quick Nick" kein Sieg. Am Mittwoch (10. Mai) feiert der mittlerweile in der Elektroserie Formel E aktive Mönchengladbacher seinen 40. Geburtstag.

"Es geht in der Formel 1 viel um Selbstdarstellung. Irgendwann hat man einen gewissen Ruf, den man nur schwer ändern kann", sagte der stille Heidfeld 2011 im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und brachte seine Situation damit auf den Punkt. Allein der Italiener Andrea de Cesaris (208 Rennen) ist in noch mehr Anläufen in der Königsklasse am Sieg vorbeigefahren.

Fahrerische Klasse kann man Heidfeld gewiss nicht absprechen. Für seine Verlässlichkeit hochgeschätzt, fuhr der Mönchengladbacher von 2000 bis 2011 in der Formel 1 für Prost, Sauber, Jordan, Williams, BMW und Renault. 13 Podiumsplätze (achtmal Zweiter, fünfmal Dritter) stehen für ihn zu Buche - kein Fahrer ohne Sieg stand häufiger auf dem Treppchen.

Dazu kommen eine Pole Position (Nürburgring 2005) und zwei schnellste Rennrunden. Und doch war immer mindestens ein Kontrahent schneller als der Formel-3000-Champion von 1999, der 2007 seine beste Saison als WM-Fünfter abschloss.

Seit 2014 fährt Heidfeld, der auch Langstreckenrennen bestreitet, schwerpunktmäßig in der Formel E. Gleich im ersten Rennen der Serie am 13. September 2014 war er kurz davor, Geschichte zu schreiben. Nur noch wenige hundert Meter trennten ihn seinerzeit vom Sieg, als Nicolas Prost - Sohn des früheren Formel-1-Weltmeisters Alain Prost - Heidfeld und sich selbst von der Strecke beförderte. Mittlerweile wartet Heidfeld auch nach 24 Anläufen noch auf seinen Premierenerfolg in der Formel E.