Dortmund (SID) - Präsident Reinhard Rauball vom Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im schwelenden Disput mit Trainer Thomas Tuchel öffentlich den Rücken gestärkt. "Hans-Joachim Watzke hat jahrelang bewiesen, dass er in schwierigen Situationen nicht an sich, sondern nur an den BVB denkt", sagte Rauball, gleichzeitig auch Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL), der Bild-Zeitung: "Dieses Vertrauen in ihn sollte man schon haben."

Auch im Hauptstreitpunkt Trainer und Geschäftsführer, dem frühen Spieltermin nach dem Attentat auf die BVB-Profis vor der Champions-League-Partie gegen AS Monaco, stellte sich Rauball auf Watzkes Seite. Dieser habe die Entscheidung, das Nachholspiel schon am nächsten Tag auszutragen, "nicht alleine getroffen", sagte Rauball: "Ich habe alles mitgetragen." Stattdessen hätten alle Beteiligten - auch Tuchel - die Möglichkeit gehabt, sich gegen den Spieltermin auszusprechen. "Ein solcher Wunsch ist aber nicht an uns herangetragen worden", stellte der 70-Jährige klar.

Im Vorfeld der wichtigen Bundesligapartie gegen 1899 Hoffenheim (2:1) am Samstag hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe ein Interview mit Watzke veröffentlicht, in dem der Klubboss die Nachfrage nach einem "klaren Dissens" zwischen ihm und Tuchel mit einem deutlichen "das ist so, ja" beantwortet hatte. Thomas Tuchel selbst reagierte zynisch auf die Aussagen und den Zeitpunkt des Interviews und kommentierte: "Ich verbiete mir, darauf einzugehen oder auch nur darüber nachzudenken, dafür Energie zu verwenden. Wir dürfen uns nicht ablenken lassen."