Köln (SID) - Für den deutschen NHL-Stürmer Tobias Rieder ist die Eishockey-WM in Köln vorzeitig beendet. Der Angreifer der Arizona Coyotes erlitt beim 3:6 im dritten Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Rekordweltmeister Russland einen Riss der vorderen Syndesmose im rechten Fuß. Das gab Mannschaftsarzt Dr. Andreas Gröger am Dienstagmorgen nach weiteren Untersuchungen in der Media Park Klinik in Köln bekannt. 

"Vom Schmerz her ist es nicht so schlimm, aber es ist halt scheiße", sagte Rieder, der wohl vier bis sechs Wochen ausfallen wird. Für die Zwangspause hatte der NHL-Stürmer noch keine konkreten Pläne: "Wahrscheinlich bleibe ich erst mal bei der Mannschaft."

"Das ist sehr, sehr bitter für uns, weil er einer unserer NHL-Spieler und ein absoluter Leader ist", sagte Bundestrainer Marco Sturm im ZDF-Morgenmagazin. Teamarzt Gröger erklärte: "Das vordere Syndesmoseband ist gerissen, steht aber gut, sodass es ohne Operation gut verheilen wird."

Rieder hatte sich die Verletzung im ersten Drittel bei einem Zusammenprall mit dem Münchner Brooks Macek zugezogen. Bereits bei der WM im vergangenen Jahr in Russland hatte er einen Teileinriss des Innenbandes im linken Knie erlitten und war nach nur vier Spielen für den Rest des Turniers ausgefallen.