Manama (SID) - Der Zeitpunkt der Rechtevergabe für die Übertragung der Champions League ab der Saison 2018/19 ist ungewiss. "Eigentlich hätte es schon längst geschehen müssen", sagte Theodore Theodoridis, Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union (UEFA), am Dienstag in Bahrain. Die Verhandlungen seien "kompliziert". Den deutschen Zuschauern droht weiterhin der Blackout im Free-TV.

"Das ist in anderen Märkten auch schon passiert", sagte Theodoridis mit Blick auf die Spekulationen, dass die Königsklasse (mindestens) bis einschließlich der Spielzeit 2020/21 komplett ins Pay-TV abwandern könnte. Die UEFA sei sich der Verantwortung im deutschen Markt aber bewusst und prüfe sehr genau alle Optionen.

Zuletzt war über eine Vergabe der Rechte an Sky und den Streamingdienst DAZN, der zur britischen Perform-Gruppe gehört, spekuliert worden. Offiziell äußerte sich dazu keiner der Bieter.

Der bisherige Free-TV-Rechteinhaber ZDF hatte Ende April mitgeteilt, "ein sehr gutes Angebot" abgegeben zu haben. "Wir sind an die Schmerzgrenze gegangen", sagte der neue ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann.

In England hatte sich die UEFA für die All-pay-Variante entschieden: Für die Rekordsumme von angeblich 1,37 Milliarden Euro erhielt BT Sports den Zuschlag für die Champions League. Erfahrungen mit der Bezahlschranke haben bereits die Fans in Frankreich, wo nur das Endspiel im Free-TV zu sehen ist.