Düsseldorf (SID) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière sieht keine Notwendigkeit, den deutschen Fußball-Nationalspielern vorzuschreiben, die Nationalhymne vor Länderspielen mitzusingen. "Ich bin gegen eine Vorschrift, dass er es tun muss oder tun sollte, aber für ihn gilt wie für alle Nationalspieler: Ich freue mich, wenn sie es tun", sagte der 63 Jahre alte CDU-Politiker der Rheinischen Post, nachdem er konkret auf den türkisch-stämmigen Weltmeister Mesut Özil vom FC Arsenal angesprochen worden war.

FDP-Chef Christian Lindner (38) hatte zuletzt die Diskussion um das Mitsingen der deutschen Nationalhymne vor Länderspielen neu angeheizt. Auf die Frage des Magazins stern, ob Özil die deutsche Hymne mitsingen solle, antwortete Lindner: "Ja!"

Bei Twitter ergänzte der Bundesvorsitzende der Freien Demokraten: "Will keine #Hymnen-Polizei. Ob Fußballer mitsingt=seine Sache. Aber wenn @sternde mich fragt, halt ich meine Meinung nicht taktisch zurück.CL" 

In der Vergangenheit war schon häufiger eine Diskussion über das Mitsingen der deutschen Hymne durch Nationalspieler mit Migrations-Hintergrund entbrannt. Bundestrainer Joachim Löw überlässt es allerdings seinen Spielern, eine Entscheidung zu treffen, die Hymne mitzusingen oder nicht.