Frankfurt/Main (SID) - Die Anhänger einiger Fußball-Bundesligisten verlieren nach dem Insolvenzantrag der Payment Solution AG, welche die bargeldlosen Bezahlsysteme in vielen Stadien betreibt, möglicherweise ihr Guthaben. Nach Aussage von Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz können die Bezahlkarten in den Arenen in Frankfurt, Kaiserslautern und Berlin bis Saisonende nicht mehr genutzt werden. Auch das Restguthaben auf den Karten können sich die Fans bis auf 
Weiteres nicht ausbezahlen lassen.

Eine abschließende Entscheidung über die Behandlung der bestehenden Guthaben auf den Karten könne "voraussichtlich erst im Juli 2017" getroffen werden, hieß es weiter. "Sollten unsere Fans ihr Guthaben nicht ausgezahlt bekommen, so werden wir schauen, wie wir den betroffenen Fans etwas Gutes tun können", sagte Michael Klatt, Finanzvorstand des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern.

Auch die Verantwortlichen der Bundesligisten Hertha BSC und Eintracht Frankfurt hatten bereits angekündigt, notfalls für ihre Fans einzustehen. "Wir lassen uns etwas einfallen, obwohl wir juristisch nicht dazu verpflichtet sind", sagte Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann.

In Augsburg können die Anhänger indes ihre Stadion-Wurst mit der Karte bezahlen. In Bremen, wo der Verein ebenfalls mit der insolventen Firma zusammenarbeitet, soll es auch keine Probleme geben. "Es wird keine Einschränkungen im Service geben. Die Firma betreut im Weserstadion lediglich das Kassensystem", sagte Werder-Pressesprecher Michael Rudolph dem Weser-Kurier.