Berlin (SID) - Diskus-Olympiasieger Christoph Harting hat die geplante Medaillenübergabe bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 in Berlin auf dem Breitscheidplatz infrage gestellt. Bei dem Gedanken daran hätte er "ein bisschen Bauchschmerzen", sagte Harting in einem SID-Interview: "Wenn man an den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt zurückdenkt, weiß ich nicht, ob das der günstigste Ort wäre." Bei dem Terroranschlag auf dem Platz vor der Gedächtniskirche am 19. Dezember verloren elf Menschen ihr Leben.

"Ich denke, es gibt geeignetere Plätze. Wie weit das realisierbar ist, vermag ich aber nicht zu beurteilen", sagte Harting: "Andererseits ist es mit der Historie von Berlin wahrscheinlich schwierig, einen Ort zu finden, der 100-prozentig perfekt ist."

Harting hofft, dass die EM nächstes Jahr in seiner Heimatstadt ein Spektakel wird und nimmt die Macher des Events in die Pflicht. "Höhepunkte zu Hause sind immer etwas Besonderes, das steht außer Frage", sagte er: "Ich hoffe, dass die Organisatoren in Berlin diesen Wunschgedanken eines Sportlers gerecht werden und das wirklich zu einem Highlight machen."