Offenburg (SID) - Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler (Jena) hat acht Tage nach seinem deutschen Rekord von Doha einen weiteren Sieg verpasst. Der 25-Jährige kam beim Meeting in Offenburg nur auf Platz vier und 83,22 m - mehr als zehn Meter kürzer als bei seinen 93,90 m in Doha. Allerdings warf Röhler diesmal aus einem kürzeren Anlauf und damit nicht mit voller Intensität.

Den Sieg von Offenburg sicherte sich der Mannheimer Andreas Hofmann mit starken 88,79 m und setzte sich hinter Röhler sowie Johannes Vetter auf Platz drei der Weltrangliste. Der Offenburger Lokalmatador Vetter, in Doha mit 89,68 Zweiter, kam am Samstag mit 83,39 auf Platz drei hinter dem Dresdner Lars Hamann (86,71). Knapp drei Monate vor der WM in London (4. bis 8. August) sind die deutschen Speerwerfer weltweit das Maß aller Dinge.

Klar ansteigende Form zeigte in Offenburg Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor. Die Leverkusenerin siegte mit 62,27 m und blieb damit klar über der WM-Norm (61,40). Für die Titelkämpfe in London ist die 33-Jährige, deren Nichtnominierung für die Olympischen Spiele in Rio zu einem juristischen Nachspiel geführt hatte, aber als Titelverteidigerin ohnehin automatisch qualifiziert.

Zweite wurde in Offenburg die deutsche Meisterin Christin Hussong (Zweibrücken) mit 61,13 m.