Leipzig (SID) - Nach der sportliche Qualifikation von RB Leipzig darf auch Red Bull Salzburg durch den Titelgewinn in Österreich auf einen Start in der kommenden Champions-League-Saison hoffen. Ob die beiden von Getränkehersteller Red Bull unterstützten Klubs aber auch tatsächlich die Lizenz für die Königsklasse erhalten, will die Europäische Fußball-Union (UEFA) erst nach dem Saisonende in Deutschland entscheiden.

Die UEFA erklärte auf SID-Anfrage, etwaige Verstöße erst zu prüfen, wenn die Meldungen für die europäischen Wettbewerbe bei ihr eingegangen seien. Dies dürfte erst im Juni der Fall sein. Dass RB Leipzig mit einem Startverbot belegt werden könnte, hält Sportdirektor Ralf Rangnick für "ausgeschlossen". Er sagte der Süddeutschen Zeitung: "Ich bin 100 Prozent sicher, dass wir dabei sind."

Laut UEFA-Regeln dürfen zwei Klubs, die vom selben Geldgeber gesteuert werden, nicht gleichzeitig in Europa spielen. Beide Vereine hätten schon vor einiger Zeit Maßnahmen zur Entflechtung ergriffen, betonte Rangnick: "Red Bull ist in Salzburg nur noch Hauptsponsor. Es gibt keine Kontrolle über Salzburg, denn unser Leipziger Vorstandsvorsitzender, Oliver Mintzlaff, hat alle Zuständigkeiten als globaler RB-Fußballchef aufgegeben. Und ich bin ja auch schon seit 2015 nur noch für Leipzig tätig."

Doch ganz losgelöst voneinander sind die Projekte in Leipzig und Salzburg nicht, vor allem nicht im Nachwuchsbereich und bei Spielertransfers. Deshalb halten viele Experten Auflagen bei der Europacup-Lizenzierung für wahrscheinlich.