Gelsenkirchen (SID) - In seinen Jubelsprint über knapp 100 Meter bis zur Fankurve packte Pierre-Michel Lasogga alles hinein: seinen Frust nach 386 Tagen ohne Tor, nach einer endlosen Zeit auf dem Abstellgleis des Hamburger SV. Aber vor allem seine pure Freude über den Treffer zum 1:1 bei Schalke 04, mit dem er dem HSV ein Endspiel um den Klassenerhalt gegen den VfL Wolfsburg bescherte und das Schreckgespenst des direkten Abstiegs vertrieb.

Nach seinem entscheidenden Tor in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth 2014 war es für Lasogga mehr oder weniger stetig bergab gegangen in Hamburg. In der laufenden Saison kam er an seinem Stürmerkollegen Bobby Wood nicht vorbei und saß teilweise sogar auf der Tribüne. 

Am Samstag leitete er beim Stand von 0:1 die bis dato größte Chance der Gäste ein, die ironischerweise der seit Wochen schwächelnde Wood vergab. Und dann traf er, obwohl er seinen Schuss aufs so gut wie leere Tor beinahe verstolpert hatte. Nur wenige Dinge laufen halt wirklich reibungslos bei Lasogga und dem HSV ? am Samstag waren sie zumindest mit Fortuna im Bunde.