Dresden (SID) - Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat nach den schweren Krawallen beim Auswärtsspiel in Karlsruhe (4:3) eine intensive Aufarbeitung angekündigt. "Gemeinsam mit allen beteiligten Sicherheitsträgern" soll analysiert werden, "was konkret geschehen ist, welche Verstöße begangen worden sind und wie es zu den Vorfällen kommen konnte", sagte Dresdens kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born.

Zudem distanzierten sich die Sachsen "klar von jeder Form von Gewalt und verurteilen auch Spruchbänder, die dazu aufrufen", sagte Sportgeschäftsführer Ralf Minge: "Jede verletzte Person beim Fußball ist eine zu viel. Die verletzten Polizeibeamten, Ordner, Mitarbeiter und Fans bitten wir im Namen des Vereins um Entschuldigung."

Am Sonntag war es vor und während der Begegnung in Karlsruhe zu heftigen Krawallen gekommen. Dabei wurden nach Angaben der Polizei 15 Beamte und 21 Ordner verletzt. Unter anderem zeigten Dresdner Fans im Auswärtsblock auch ein Plakat mit der Aufschrift "Krieg dem DFB". Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird ein Ermittlungsverfahren gegen beide Vereine einleiten.

"Die Vorkommnisse in Karlsruhe waren auf unserem Weg zweifelsohne ein Rückschlag", sagte Born: "Die Ermittlung von Tätern und wirksame Prävention werden auch künftig im Zentrum unserer Bemühungen stehen."