Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn will künftig Ersatzteile häufiger mit Hilfe der 3D-Drucktechnik beschaffen. So sollen defekte Züge schneller zurück auf die Schiene kommen, sagte der Geschäftsführer der Bahn-Fahrzeuginstandhaltung, Uwe Fresenborg.

3D-Drucker produzieren nach der Vorlage eines Modells Teile aus Kunststoff oder Metall, indem sie hauchdünne Schichten in mehreren tausend Arbeitsschritten miteinander verschmelzen.

Beispiele für Ersatzteile aus dem 3D-Drucker sind bei der Bahn Mantelhaken, Lüftungsgitter, Kopfstützen und Kabelkästen. Seit Ende 2015 bis heute seien 1300 Ersatzteile aus dem 3D-Drucker gefertigt worden, bis Ende 2018 sollen es bereits 15 000 Stück sein, sagte Fresenborg.

Dabei gehe es vor allem um Teile älterer Fahrzeuge, deren Bestand bei der Bahn aufgebraucht sei, die von den Originalherstellern nicht mehr angeboten und die in geringer Stückzahl benötigt würden.

Für den 3D-Druck ihrer Teile hat die Bahn ein Partnernetz aufgebaut, dem inzwischen mehr als 40 Unternehmen angehören, von Anwendern über Universitäten bis zu Start-ups. "Wir können das nicht alles selbst machen, das würde uns überfordern", sagte Fresenborg.

Zeitraffer-Video der Bahn zum 3D-Druck

Pressemitteilung Deutsche Bahn zum 3D-Druck