Paris (SID) - Das Rennen zwischen Paris und Los Angeles um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 geht in die entscheidende Phase. Beide Städte überzeugten die IOC-Evaluierungskommission bei deren Besuchen vollständig. "Es ist die Vision der Spiele, die den Unterschied zwischen den beiden technisch sehr starken Kandidaten ausmachen wird", sagte Kommissionschef Patrick Baumann zum Ende der dreitägigen Inspektion in Paris. 

Zuvor hatte die Delegation Los Angeles besucht. "Beide Kandidaten haben kein größeres Risiko, es sind zwei fantastische Städte, die alle unsere Fragen beantwortet haben", sagte Baumann. Die Spiele in sieben Jahren werden am 13. September in Lima/Peru vergeben.

Am Dienstagmorgen hatte Frankreichs neuer Staatspräsident Emmanuel Macron die IOC-Kommission im Elysee-Palast empfangen. Dabei kündigte er an, persönlich zur Wahl nach Lima zu reisen. Paris will vor allem mit seinem Plan von kompakten Spielen überzeugen. 22 Sportarten sollen innerhalb von 10 Kilometern stattfinden, ein Teil davon in historischen Sehenswürdigkeiten wie dem Grand Palais oder rund um den Eiffelturm. 

"Die enge Verbundenheit zwischen den Spielen und Paris ist absolut offensichtlich. Ich habe bemerkenswerte Sportstätten umgeben von historischen Monumenten von außerordentlicher Schönheit gesehen", sagte Baumann. 

Los Angeles setzt auf den hohen Anteil an bereits vorhanden Sportstätten, den "olympischen Geist" der Stadt sowie auch auf den Glamour-Faktor rund um Hollywood. "L.A. ist bereits eine großartige Olympiastadt, aber nach diesen drei Tagen haben wir festgestellt, dass das eine Untertreibung war", hatte Baumann betont.

Paris (1900 und 1924) und Los Angeles (1932 und 1984) waren jeweils bereits zweimal Gastgeber der Olympischen Sommerspiele. Derzeit wird auch über eine Doppelvergabe für 2024 und 2028 diskutiert, eine Entscheidung darüber ist allerdings noch nicht gefallen.