Köln (SID) - Die ARD zeigt sich angesichts des außergewöhnlich jungen und unerfahrenen Confed-Cup-Kaders von Bundestrainer Joachim Löw irritiert. "In der Tat haben wir in der letzten Zeit verwundert zur Kenntnis nehmen müssen, dass diese Veranstaltung auch von hochrangigen Vertretern des deutschen Fußballs nicht immer positiv bewertet wird", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky dem SID am Donnerstag.

Löw hatte am Mittwoch einen Kader für das Turnier in Russland (17. Juni bis 2. Juli) berufen, der es insgesamt auf nur 156 Länderspiele und 8 Tore bringt. 17 von 23 Spielern haben neun oder weniger Länderspiele, einzige Weltmeister im 23-köpfigen Aufgebot sind Shkodran Mustafi (FC Arsenal), Julian Draxler (Paris St. Germain) und Matthias Ginter (Borussia Dortmund). 

Balkausky stellte fest: "Es liegt nicht in unserer Hand, die Zukunft des Confed Cups zu planen und zu entscheiden. Wir werden in diesem Jahr umfassend vom Confed Cup berichten und sechs Spiele live im Ersten übertragen. Natürlich ist es ? wie jetzt verkündet wurde ? eine sehr junge Auswahl, mit der Joachim Löw zur WM-Generalprobe reisen wird." Dies bedeute aber auch, "dass wir besonders gespannt sein dürfen, wie diese Nationalmannschaft in Russland auftreten wird".

Die ARD überträgt unter anderem das Eröffnungsspiel zwischen Russland und Neuseeland, das deutsche Gruppenspiel gegen Chile und beide Halbfinals. Das ZDF zeigt unter anderem die Gruppenspiele gegen Kamerun und Australien sowie das Finale.