Bonn (dpa) - Das Briefporto in Deutschland liegt trotz mehrfacher Erhöhungen in den Jahren 2013 bis 2016 im europäischen Vergleich im Mittelfeld.

Bei einem Durchschnittspreis von 0,88 Euro lande Deutschland in der Rangliste von 31 Ländern auf Platz 16, teilte die Deutsche Post am Freitag in Bonn mit. Das Unternehmen veröffentlicht jährlich eine Porto-Rangliste in Europa.

Werden Faktoren wie Arbeitskosten und Kaufkraft mit in die Berechnung einbezogen, rutscht Deutschland in der Liste noch weiter nach hinten auf Rang 24. Am teuersten ist das Versenden eines Standardbriefs mit 3,63 in Dänemark, am günstigsten in Malta mit 0,26 Euro. Preisbereinigt habe sich der Briefversand in Deutschland seit 2007 um 11,2 Prozent verteuert, während sich das durchschnittliche Porto in Europa um mehr als 40 Prozent erhöhte.

In den vergangenen Jahren hatte die Post in vier Schritten das Porto von 0,55 Euro (2013) auf 0,70 Euro (2016) erhöht und dafür viel Kritik einstecken müssen. Davor waren die Preise allerdings mehr als 10 Jahre nicht verändert worden. Über das Briefporto kann das Bonner Unternehmen nicht völlig autonom entscheiden. Zuschläge muss es sich in einer vorgegebenen Bandbreite von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen. Das Aufsichtsbehörde hatte die letzte Anhebung für drei Jahre eingefroren.

Briefpreisstudie Langfassung

Pressemitteilung Deutsche Post