Leipzig (SID) - Direkte Qualifikation für die Champions League, Vizemeisterschaft und ein heißes Duell mit Bayern München: Die Premierensaison in der Fußball-Bundesliga hätte für RB Leipzig kaum besser laufen können. Sportlich brachte der Aufsteiger, der zwischenzeitlich sogar die Tabellenführung übernahm, frischen Wind ins Oberhaus und ärgerte die etablierten Klubs gewaltig. So wie zuletzt beim packenden 4:5 gegen Meister FC Bayern.

Ralph Hasenhüttl bot mit seinem Team attraktiven Offensiv-Fußball, die junge Mannschaft der Sachsen überrannte viele Gegner förmlich und erspielte sich so viele Sympathien. Das Etikett des Plastikklubs, der von einem österreichischen Getränke-Imperium finanziert wird, haftet RB aber weiter an. Vor allem Traditionalisten bleiben wenig begeistert. Anfeindungen wie in Dortmund - als negativer Höhepunkt der Saison - mussten verkraftet werden.

Sportdirektor Ralf Rangnick und der Verein wollen sich jedoch nicht von ihrem Weg abbringen lassen. Der Rekordaufsteiger startet in der kommenden Saison in der Königsklasse durch, ein weiterer Meilenstein der kurzen Klubgeschichte (Gründung: 2009) ist erreicht.