Gelsenkirchen (SID) - Mit Wunsch-Manager Christian Heidel und Wunsch-Trainer Markus Weinzierl sollte bei Schalke 04 alles anders werden. Wurde es auch, aber gar nicht so, wie es sich die neue sportliche Leitung vorgestellt hatte.

Mit fünf Pleiten in Folge legten die Königsblauen den schlechtesten Start ihrer Bundesliga-Historie hin - und doch blieb es ruhig beim traditionell aufgeregten Ruhrpott-Klub. Zehn Siege in den nächsten zwölf Pflichtspielen ohne Niederlage entschädigten für den Horrorstart.

Doch noch vor der Winterpause endete Schalkes Aufholjagd. In der Rückrunde hatten die Königsblauen mehrmals die Chance, ihr Europa-Abo um ein achtes Jahr zu verlängern. Doch immer, wenn die Konkurrenz patzte, versagten auch die Schalker. 

Am Ende verpassten die "Königsgrauen" erstmals seit 2009 den Europapokal - trotz einer der teuersten Mannschaften der Liga. Die Kritik an der neuen Führung ist längst entbrannt. Dabei steht Trainer Weinzierl, dessen Handschrift nie über einen längeren Zeitraum zu erkennen war, ebenso im Fokus wie Manager Heidel. Dessen Einkäufe für rund 70 Millionen Euro haben das Team bislang nicht besser gemacht - im Gegenteil.