München (SID) - Er ist zurück - und wie! Dass Uli Hoeneß in seiner Haftzeit demütiger geworden ist, wie er selbst zunächst behauptet hatte, hat sich in dem halben Jahr seit seiner Wieder-Inthronisierung als Präsident von Bayern München nicht bestätigt. Er äußert sich kontrovers wie zu besten Manager-Zeiten, hat noch immer Visionen zur Zukunft des Fußballs und sprudelt vor Ideen, wenn es um seine Bayern geht.

Mitunter stößt er allerdings selbst ihm zugeneigte Menschen vor den Kopf. Sein jüngster Auftritt in Liechtenstein, wo er sich zum Opfer von Justiz und Medien inszenierte, war mindestens unglücklich.

Wie stark Hoeneß wieder ist, zeigte die Personalie Philipp Lahm. Hoeneß sei noch "voller Tatendrang", sagte der scheidende Kapitän, für einen Sportdirektor Lahm sei daneben kein Platz.

Die USA, sagte Hoeneß zuletzt, leisteten sich einen 70-jährigen Präsidenten - und er selbst sei ja erst 65, gefühlt wegen seiner haftbedingten Auszeit sogar jünger. Er hat noch lange nicht genug.