Liverpool (SID) - Teammanager Jürgen Klopp vom englischen Fußball-Traditionsklub FC Liverpool hat die Medien für ihren Umgang mit Trainern kritisiert. "Wenn du nicht funktionierst, wird dir nicht nur die Stelle genommen, sondern im Grunde genommen musst du dir ein neues Betätigungsfeld suchen, da dein Ruf oftmals öffentlich ruiniert ist", sagte der 49-Jährige dem Kicker.

"Für junge und alte Trainer ist der Beruf nicht einfach, denn ich bin fest davon überzeugt, dass auch Glück dazugehört", sagte der ehemalige Dortmunder Meistercoach, der die Reds in der abgelaufenen Saison auf Platz vier führte, weiter: "Und so viel Glück, wie ich hatte, gibt es nicht zu häufig."

Gleichzeitig lobte Klopp das Konzept vieler Bundesliga-Klubs, auf junge Trainer aus dem eigenen Jugendbereich zu setzen: "Das ist die absolut richtige Herangehensweise. Ich freue mich unendlich, dass viele junge, gute Leute die Chance bekommen." Dabei hob er die Arbeit von Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim), Hannes Wolf (VfB Stuttgart) und Domenico Tedesco (Erzgebirge Aue) besonders hervor.

Mit Liverpool-Legende Steven Gerrard, der in der "LFC Academy" die U18 des Klubs betreut, bildet auch Klopp einen Jungtrainer aus. "Ich hätte nicht gedacht, dass ein Steve Gerrard tatsächlich einmal was von mir lernen kann", sagte Klopp: "Als ehemaliger Weltklasse-Spieler bringt er unglaublich viel Fußballwissen mit. Aber es gibt im Trainerbereich viele Aspekte, die man einfach lernen muss."