Erin (SID) - Der frühere Champion Martin Kaymer ist durchwachsen in die 117. US Open der Profigolfer in Erin im US-Bundesstaat Wisconsin gestartet. Der 32-Jährige aus Mettmann spielte auf der ersten Runde mit 72 Schlägen Par und sortierte sich zunächst im Mittelfeld des Klassements auf dem geteilten 45. Platz ein.

Kaymer hatte damit bereits sieben Schläge Rückstand auf den Amerikaner Rickie Fowler, der sich mit einem Platzrekord an die Spitze setzte. Mit sieben Schlägen unter dem Platzstandard waren zuvor in der US-Open-Geschichte vor Fowler bislang nur Major-Rekordsieger Jack Nicklaus und Tom Weiskopf gestartet.

Besser als Kaymer war auch der zweite deutsche Starter. Der Münchner Stephan Jäger spielte eins unter Par und darf bei seiner zweiten Major-Teilnahme als 29. erstmals auf das Überstehen des Cuts hoffen. 2015 hatte der 28-Jährige bei der US Open die beiden Schlussrunden verpasst.

"Der Platz gab einiges her. Ob man nun einen Schlag mehr oder weniger hat, ist egal - solange man unter Par spielt, ist man happy", sagte Jäger bei golf.de. Kaymer meinte: "Die ersten neun Bahnen habe ich wirklich solide gespielt. Auf meiner zweiten Halbrunde wurde es dann etwas schwieriger mit dem Wind."

Hinter Fowler, ein Jahr nach Kaymer Sieger der Players Championships 2015, liegen Paul Casey (England) und Xander Schauffele (USA) mit jeweils 66 Schlägen. Auch der Österreicher Bernd Wiesberger erwischte einen gelungenen Start, als Elfter (69) hat er die Top 10 im Blick.

Bereits weit zurück liegen die Sieger der vergangenen beiden Jahre: Titelverteidiger Dustin Johnson spielte eine 75, Jordan Spieth (beide USA) eine 73. Noch schlechter erging es dem viermaligen Majorsieger Rory McIlroy aus Nordirland. Der Weltranglistenzweite kam mit 78 Schlägen ins Klubhaus, knapp vor dem Weltranglistendritten Jason Day (Australien/79).

Eine Schrecksekunde erlebten alle Beteiligten, als kurz nach Beginn der Runde ein Zeppelin in dem Gelände hinter dem 18. Loch abstürzte. Augenzeugenberichten zufolge konnte sich der Pilot mit einem Fallschirm retten. Das Luftschiff habe keinen direkten Bezug zu dem Turnier gehabt, teilte der ausrichtende US-Golfverband in einem Statement mit. Der Pilot erlitt Angaben der Polizei zufolge schwere Verletzungen und Verbrennungen, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr.

Aus dem Zeppelin wurden Luftaufnahmen des Golfkurses gemacht. Zuschauer berichteten, an Bord sei ein Feuer ausgebrochen, danach sei das Luftschiff abgestürzt.