Troyes (SID) - Für Straßenrad-Weltmeister Peter Sagan gibt es nach seinem Ausschluss kein Zurück zur 104. Tour de France. Sagans deutsches Team Bora-hansgrohe scheiterte am Donnerstag vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) mit einem Eilantrag gegen die umstrittene Sanktion.

Die Mannschaft aus dem oberbayerischen Raubling hatte zuvor angekündigt, den 27-jährigen Slowaken umgehend wieder ins Rennen schicken zu wollen, sollte der CAS das Urteil des Weltverbandes UCI aufheben.

"Ich glaube, dass man gesehen hat, dass Peter keinen Fehler gemacht hat. Wir werden das aber so hinnehmen und versuchen, weiter sportlich zu überzeugen", sagte Sportdirektor Enrico Poitschke dem SID. Für Sagan soll nun ein alternatives Rennprogramm erstellt werden.

Bora sah in der Urteilsfindung Verfahrensfehler, da Sagan von der Disziplinarkommission entgegen der UCI-Regularien nicht angehört worden sei. Ein Einspruch war am Mittwoch abgelehnt worden. Bora wurde durch die Rechtsanwälte Rainer Cherkeh (Hannover) und Maurice Courvoisier (Basel) vertreten.

"Das Team und Peter Sagan vertreten weiterhin die Auffassung, dass Peter Sagan den Sturz Mark Cavendishs auf den letzten 200 m der vierten Etappe nicht ? geschweige denn wissentlich ? verursacht hat", hieß es in einer Mitteilung. Sagan habe seine Fahrlinie eingehalten und Cavendish auf der rechten Seite nicht sehen können.

Sagan war im Finale der vierten Etappe am Dienstag nach Vittel in einen Massensturz verwickelt. Sagan soll Cavendish nach Ansicht der Kommissare durch einen Ellbogenschlag gefährdet und zu Fall gebracht haben. Der Brite vom Team Dimension Data zog sich bei dem Crash einen Bruch des Schulterblattes zu und ist bereits von der Tour abgereist. Sagan selbst hielt sich auf dem Sattel und verhinderte einen Sturz.