Hamburg (SID) - Mit einem deutschen Doppelsieg durch Ex-Europameister Christian Ahlmann (Marl) mit Codex One und die deutsche Meisterin Simone Blum (Zolling) mit der hochveranlagten Stute Alice endete in Berlin die elfte Station der Global Champions Tour. Ahlmann und Blum blieben im Stechen um die 99.000 Euro Siegprämie fehlerfrei, Ahlmann gewann aufgrund der besseren Zeit.

Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit seinem neuen Wallach Chacon verpasste mit einem Zeitfehler im Umlauf das Stechen. Als Vierter hinter dem Niederländer Leopold von Asten mit Beauty komplettierte er dennoch das hervorragende deutsche Ergebnis in dem hochklassig besetzten Feld der weltbesten Springreiter.

"Codex ist super gesprungen", sagte Ahlmann: "Er hatte zuletzt eine längere Pause, aber er hat sich toll wieder reingefunden." Simone Blum, eines der jungen Gesichter im deutschen Springsport, war überwältigt von ihrem Ergebnis. "Ich kann es wirklich überhaupt nicht glauben, hier Zweite geworden zu sein", sagte die 28-Jährige, deren zehn Jahre alte Stute Alice mittlerweile eines der besten Pferde im Circuit ist.

Blum, die bereits beim CHIO in Aachen überzeugt hatte, darf sich nun durchaus Hoffnungen auf eine Nominierung in das EM-Team für Göteborg machen. Bundestrainer Otto Becker hatte angekündigt, Berlin als Sichtung abzuwarten. Die EM findet vom 21. bis 27. August statt.

Nach elf von 15 Stationen der Global Champions Tour führt der Niederländer Harrie Smolders (252 Punkte) in der Gesamtwertung vor Alberto Zorzi (Italien/221,0). Durch den Sieg schob sich der Team-Olympiadritte Ahlmann (220) auf Rang drei vor.

Als bisher einziger deutscher Reiter gewann der dreimalige Weltcupsieger Marcus Ehning 2010 die Tour. Ehning fehlte in Berlin, er war in Absprache mit dem Bundestrainer beim Nationenpreis im englischen Hickstead am Start. Ehning gilt für die EM als gesetzt.