Budapest (SID) - Der frühere Schwimm-Weltmeister Thomas Rupprath hat den WM-Siebten Philip Heintz wegen dessen öffentlichen Schlagabtausches mit Bundestrainer Henning Lambertz scharf kritisiert. "Ich finde es respektlos, während einer WM einen Bundestrainer anzugreifen. Das ist nicht sein Niveau. Eigentlich ist Philip ja ein ordentlicher Bub. Vielleicht hat er was Schlechtes gegessen", sagte der 40-Jährige der Bild am Sonntag.

Der Olympiasechste Heintz hatte nach seiner verpassten Medaille über 200 m Lagen dem Bundestrainer fehlendes Vertrauen und eine missglückte Terminplanung vorgeworfen. Am Freitag sprachen sich beide aus, Heintz entschuldigte sich danach laut Lambertz. 

"Der Respekt sollte bewahrt bleiben, unabhängig davon, ob man den anderen leiden kann", sagte Rupprath, der seinen früheren Heimcoach Lambertz trotz zunehmender Kritik für den richtigen Bundestrainer hält: "Henning ist ein exzellenter Trainer. Als Bundestrainer kriegst du nur auf die Fresse."

Rupprath behauptete, es habe für den Posten den Bundestrainers "noch andere Bewerber" gegeben, "aber die wollten das dreifache Gehalt haben. Wenn sie alle gegen ihn sind, sollen sie doch mal jemanden vorschlagen für das Geld."