Leipzig (SID) - Das Insolvenzverfahren gegen den früheren Frauenhandball-Bundesligisten HC Leipzig ist am Freitag eröffnet worden. In den kommenden Wochen wird Insolvenzverwalter Christoph Jacobi gemeinsam mit einem 50-köpfigen Team die wirtschaftliche Vergangenheit der HC Leipzig Bundesliga GmbH durchforsten und vorhandenes Vermögen verwerten.

Die GmbH hatte in den letzten zehn Jahren zum Teil hohe Verluste geschrieben und war bilanziell dauerhaft überschuldet. Nach dem Entzug der Bundesliga-Lizenz hatte Geschäftsführer Kay-Sven Hähner im Juli Insolvenz angemeldet.

Einen Investor gibt es bisher nicht. "Es ist aber wenigstens gelungen, Folgeeffekte der Insolvenz für die Nachwuchsarbeit des HC Leipzig e.V. und dessen Spielbetrieb in der dritten Liga abzuwenden", wird Jacobi in einer offiziellen Mitteilung der für das Thema zuständigen Anwaltskanzlei Stapper zitiert.