München (dpa) - In München heißt es heute wieder "O'zapft is": Oberbürgermeister Dieter Reiter wird um Punkt 12.00 Uhr das erste Fass Bier anzapfen und damit das Oktoberfest eröffnen. Wie jedes Jahr wird mit Spannung erwartet, wie viele Schläge er dazu braucht. Ab 9.00 Uhr dürfen die Besucher auf das Gelände.

Ausgerechnet für den Anstich wird mit Regen und kühle Temperaturen gerechnet. Regenschirme dürfen die Besucher allerdings mitnehmen, auch wenn Rucksäcke und große Taschen aus Sicherheitsgründen erneut verboten sind.

Angesichts der latenten Terrorgefahr haben die Behörden ihr Sicherheitskonzept für das größte Volksfest der Welt nochmals ausgeweitet. Wie schon im Vorjahr ist das Gelände umzäunt, an den Eingängen gibt es Kontrollen.

Polizeibeamte mit am Körper befestigten Kameras, sogenannten Bodycams, zusätzliche Videokameras und mehr Blumenkübel als Zufahrtssperren gehören zu den erweiterten Maßnahmen. Über eine Lautsprecheranlage sollen zudem Besucherströme bei einem möglichen Alarm besser geleitet werden.

Neu auf der Wiesn sind auch eine ganze Reihe von Fahrgeschäften, darunter eine Achterbahn mit einer ausschwingenden Gondel und ein 80 Meter hohes Kettenkarussell namens "Jules Verne Tower". Im Südteil des Festgeländes auf der "Oiden Wiesn" mit historischen Fahrgeschäften und Blasmusik rollt erstmals eine mehr als hundert Jahre alte Kindereisenbahn. Das Festzelt "Zur Schönheitskönigin" will die Wirtshauskultur der Volkssänger neu beleben.

Die Maß Bier kostet dieses Jahr bis zu 10,95 Euro, 25 Cent mehr als im Vorjahr. Wiesnchef Josef Schmid (CSU) war mit seinem Vorschlag einer Bierpreisbremse gescheitert. Er wollte den Bierpreis für drei Jahre auf dem Vorjahresniveau einfrieren.

Das 184. Oktoberfest dauert in diesem Jahr 18 Tage - weil es bis zum 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, verlängert wird. Es ist damit die längstmögliche Wiesn. An die sechs Millionen Besucher werden erwartet.

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ZLF